Forum-Theater Wien zeigt "Andorra" von Max Frisch
Am 22. März 2012 war wieder einmal das Forum-Theater zu Gast an der Maria-Ward-Realschule in Günzburg. Diesmal sahen die Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen das Stück "Andorra". Nach "Biedermann und die Brandstifter" im letzten Jahr seien sie nun richtige Frisch-Spezialisten, bescheinigte Theaterleiter Peter Arndt den Zuschauern. In seiner Vorrede ging er genauer auf die Aussage des Stücks ein. Andorra sei nicht der Kleinstaat in den Pyrenäen, sondern ein Sinnbild für ein Staatengebilde, in dem der Umgang mit anderen von Vorurteilen geprägt ist, wie wir es noch heute an vielen Stellen auf der Welt erleben müssen.
Diesen Vorurteilen ist Andri ausgesetzt, der uneheliche Sohn des Lehrers Can und der "schwarzen" Senora aus dem feindlichen Nachbarland. Er wird von seinem Vater als Judenkind ausgegeben, das der vor den "Schwarzen" gerettet hat. Zunächst wird Andri von seinen Mitbürgern in Ruhe gelassen, doch langsam und schleichend werden die Ressentiments stärker. Verzweifelt klammert er sich an seine Liebe zu Barblin, ohne zu wissen, dass sie seine Halbschwester ist. Deshalb verweigert der Vater ihm deren Hand. Andri macht sein Judentum dafür verantwortlich, will nun tatsächlich anders sein und bereitet sich so sein Verhängnis.
Die Schauspieler fanden überzeugend in ihre Rollen. Interessant war auch das Ineinanderfließen von Theaterspielen, Erzähler und außertheaterlichen Dialogen zwischen den Schauspielern während des Stücks.
Die Zuschauer verließen am Ende sichtlich ergriffen die Turnhalle.
Der Nibelungen Ring
Am 31. Januar spielte die Neue Werkbühne München das Stück „Der Nibelungen Ring" für die 7. und 8. Klassen. Intendant Herbert Müller hat den Nibelungenstoff für Schüler bearbeitet und überzeugte auch in den Rollen als Erzähler, als der Gesandte Etzels Rüdiger von Bachelaren, als Alberich und als Hagen von Tronje.
Lauter Gewinnerinnen
Am 9. Dezember 2011 fand an der Maria-Ward-Realschule der diesjährige Schulentscheid zum Vorlesewettbewerb statt, der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgeschrieben wird. In der Jury saßen neben den Deutschlehrerinnen Christina Jeske, Claudia Huber und Claudia Werner auch Schulleiter Günther Briol und die beiden Elternbeiratsvorsitzenden Oliver Geissler und Willi Barner.
Jeweils die drei besten Vorleserinnen der Klassen 6a, 6b und 6c lasen vor ihren Mitschülerinnen zuerst aus einem selbstgewählten Buch, danach in einer zweiten Runde aus dem ihnen unbekannten Jugendroman "Brüder wie Freunde" von Klaus Kordon. Bewertet wurde in den Kategorien Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis. Obwohl einige doch recht aufgeregt waren, gelang allen neun Schülerinnen eine sehr ansprechende Leistung.