Schülerinnen aus den USA zu Gast an unserer Schule

Wer bitte, lernt in Amerika noch Deutsch in der Schule? Eigentlich nur Kinder aus Familien mit deutschen Vorfahren, die Interesse daran haben, die deutsche Sprache und Kultur innerhalb ihrer Familien weiterleben zu lassen. Höhepunkt des Deutschunterrichts ist dann oft eine Reise nach Deutschland, kurz bevor sie die High School verlassen und mit dem College beginnen.

Auch heuer haben sich wieder einige 9.- und 10.-Klässlerinnen gefunden, die einen Gast aus St. Louis, Missouri, für eine Woche im März bei sich aufnahmen. Die fünf Mädchen, alle zwischen 16 und 18 Jahre alt, hatten zuvor schon das typische Touristenprogramm in einer größeren Gruppe absolviert, also z.B. Neuschwanstein, München, Rothenburg etc. besichtigt, als sie nun im Großraum Ulm auf Gastfamilien verteilt wurden, um den ganz normalen deutschen Alltag kennen zu lernen. Man hatte sich zwar schon per E-Mail bekannt gemacht, aber nun waren alle mächtig gespannt auf die bevorstehende Woche.

Die Gastschülerinnen besuchten vormittags in den jeweiligen Klassen den Unterricht und nachmittags ging man etwa zum Eisessen, stieg auf das Ulmer Münster, ging zum „Shoppen" oder wurde auf eine Geburtstagsparty mitgenommen.

Auf die Frage, was ihnen denn nun am besten gefallen habe, kam bei allen an erster Stelle das Essen, dann auch der Schulalltag an unserer, für ihre Verhältnisse doch sehr kleinen Schule und nicht zuletzt die Gastfreundschaft, die sie in den deutschen Familien erfahren durften.

Die meisten haben noch immer regen Kontakt zu unseren Schülerinnen und zwei unserer Mädchen besuchen sogar ihre Gäste im August für zwei Wochen. Vielleicht ergibt sich ja eine dauerhafte Freundschaft.

Lydia Goldsworthy

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