Ein europäischer Wind an der Maria-Ward-Realschule Günzburg
Europa ist keine Selbstverständlichkeit. Dessen ist sich die Klasse 10b der Maria-Ward-Realschule seit Montag, dem 16. Mai, bewusst. Frau Lydia Wagner, 1. Sprecherin des Partnerschaftskomitees Günzburg-Lannion, und ihr Stellvertreter, Herr Rudolf Gürtler, kamen an unsere Schule, um den Film "Wir sind so verhasst" vorzuführen. Mit "wir" sind Franzosen und Deutsche gemeint. Der Film spielt in den Jahren 1950 und 1951, als die Staatsmänner Robert Schuman und Jean Monnet mit der Gründung der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) den Grundstein für unser gemeinsames Europa legten.
Das lernen SchülerInnen zwar im Geschichtsunterricht, doch dieser Film zeigt durch seine gelungene Mischung aus Geschichte und Fiktion (das Schicksal eines deutsch-französischen Liebespaares), wie groß die Ressentiments zwischen Frankreich und Deutschland einige Jahre nach Ende des II. Weltkrieges noch waren und welche Widerstände gegen die Aussöhnung beider Länder zu überwinden waren.
Auch heute noch sind Freiheit und Friede keine Selbstverständlichkeit in unserer Welt. Dank des Engagements von vielen Bürgern und Politikern sind diese Werte aber im Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich zur Normalität geworden.
Karine Férey
