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Wir wünschen Allen schöne und erholsame Ferien!

 

 

 

 


Faires Picknick zum Schuljahresabschluss

Zum Ende des Schuljahres organisierte das Fair-Trade-Team nochmals eine große, gemeinsame Aktion für die gesamte Schule.

Mit Decken ausgestattet, gingen die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der 2.Stunde auf die Wiese unseres Pausenhofs, suchten sich ein passendes Plätzchen und breiteten die bestellten fairen Produkte aus. Zwei Stunden verbrachten sie nun mit gemütlichem Beisammensein, gemeinsamen Spielen, Essen und Trinken.

Mit strahlendem Sonnenschein bereitete uns der Himmel einen vollends gelungenen Abschluss.

Das Fair-Trade-Team

 

 


 

Musiktheater Animato aus Wien spielt „Die Kluge“

 

Auch heuer begeisterte das Musiktheater ANIMATO aus Wien unsere Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen wieder mit der Aufführung der Oper „Die Kluge“ von Carl Orff. Schon beim Vorbereiten zeigte sich, wie viel Spaß es macht, für einzelne Szenen in die Rollen der Klugen, des Königs, des Eselmannes oder des Mauleselmannes zu schlüpfen. Während der Aufführung hatten aber außer den genannten zu besetzenden Rollen noch viel mehr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zum Mitspielen, sei es als Wache, als Esel, als Tänzer oder auch zum Mitsingen des Liedes „Als die Treue ward geborn“. Ein Musiktheater zum Mitmachen! Es war ein tolles Erlebnis für alle! Imponiert hat den Mädels und Jungs auch die von den Schauspielern mitgebrachte Bühne, deren einzelne Teile immer wieder schnell und nur durch ein paar Handgriffe umgebaut werden konnten.

Sr. M. Hedwig

 


 

 

Orientierungstage der 8. Klassen in Weißenhorn 13. bis 15.3.2019

 

Jedes Jahr fahren unsere 8. Klassen zu Orientierungstagen ins Claretinerkloster nach Weißenhorn. Uns Lehrkräften liegt am Herzen, dass dorthin wirklich alle Schüler/-innen mitfahren. Nur so können die Tage ein Gewinn für die ganze Klasse sein.

Einige Eindrücke:

„Das Wichtigste: Das Essen war jeden Tag lecker.“
(Albena und Theresa, 8a)

Wir hatten ein gutes Verhältnis zum Referenten und sehr offene Gespräche.
(Leonie, Esra, Thea, 8a)

Die Kommunikation zwischen den einzelnen Schülern wurde erfolgreich gefördert.
(Michelle und Madeleine, 8b)

Die Tage in Weißenhorn haben uns sehr gut gefallen, da wir als Klasse enger zusammengewachsen sind.
(Janina und Lena, Anna und Leyna, 8b)

Wir fanden die Meditation am Abend schön und entspannend.
(Leni und Louisa, 8b)

Wir fanden die Tage zu kurz. Wiederholungsbedarf vorhanden!
(Minanur, Sena, Nihal, 8a)

Claudia Huber, Christiane Wyschkon

 


 

Compassion – Mensch sein für andere

 

In der Woche vor den Faschingsferien waren alle Schülerinnen der 9. Klassen eine Woche lang in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen wie, Altenheimen, Kindertagesstätten, Montessori-Einrichtungen, Sozialstationen, Krankenhäusern u.a. zu einem sozialen Praktikum untergebracht.

Ziel dieses Praktikums mit dem Namen „Compassion“ ist es, wahrzunehmen, welche Menschen in unserer Gesellschaft Hilfe brauchen. Und da gibt es viele, die betroffen sind: pflegebedürftige Menschen, Menschen in Pflege-und Altenheimen, Kinder in integrativen Einrichtungen, Menschen, die eine Reha brauchen, Menschen mit Behinderungen in Wohnbereichen und Werkstätten.

Es gab –wie die Praktikumsbesuche und auch die Tagebücher zeigen – viele wertvolle Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen, die unseren Schülerinnen bewusst machten, wie andere Menschen leiden und wie dankbar sie für unser „Mitleiden“, für unsere guten Worte und Aufmerksamkeiten und für unsere tatkräftige Hilfe sind.

Allen Kolleginnen und Kollegen, die Praktikumsbesuche übernommen haben, ein herzliches Dankeschön für diese Unterstützung!

 

Sr. M. Hedwig

 


 

Ein Student als Patenkind

Seit 2009 besteht das Projekt „Patenschaft Honduras“ an unserer Schule. Und eines dieser Patenkinder ist mittlerweile Student der Medizin. Sein Name ist Franklin Noel und für ihn erfüllt sich ein Lebenstraum. Trotz schwierigster Lebensumstände verfolgt er sein Ziel konsequent (immer mit Bestnoten).
In seiner spärlich bemessenen Freizeit (Studium, lernen und arbeiten, Familie) hilft er in der Pfarrei in Tegucigalpa den Kindern beim Lernen und betreut sie in den Ferien. Wir freuen uns, Franklin auch dieses Jahr wieder mit 450,- € unterstützen zu können, die durch die Patenschaft der 8. Klassen und verschiedene Aktionen zusammengekommen sind.
Mit Freuden nahm Frau Lang vom Arbeitskreis Honduras der Pfarrei St. Martin in Günzburg den Betrag entgegen. Sie schilderte den Schüler/-innen lebendig die Schwierigkeiten des Lebens in ständiger Armut in dem Viertel in Tegucigalpa, der Heimat von Franklin. Und sie hob auch die Bedeutung der Patenschaft, die den Kindern und Jugendlichen die Chance auf Bildung und Beruf ermöglicht, hervor.

Wir wünschen Franklin weiterhin Erfolg beim Studium sowie der Erfüllung seines Traumes und werden auch ihm weiterhin unsere Unterstützung geben.

Christiane Wyschkon

 

 

 

 

 


„Hardware hat nichts mit Digitalisierung zu tun.“

Digitalisierung ist derzeit in aller Munde und die meisten Menschen denken dabei an Computer, Laptops, Tablets, Whiteboards usw. Doch dass diese Geräte damit nichts zu tun haben, darüber wurden Lehrkräfte an den Maria-Ward-Schulen aufgeklärt.
Für das jährliche Treffen von Lehrerinnen und Lehrern aller Schularten konnten Schulpsychologin Karin Mengele vom Maria-Ward-Gymnasium und Beratungslehrer Bernd Pögl von der Maria-Ward-Realschule in Zusammenarbeit mit Hans Joas von der Hanns-Seidl-Stiftung den Social-Media-Experten Matthias Lange als Referenten nach Günzburg holen.

Schon gleich zu Beginn der Veranstaltung benannte Lange das größte Problem, nämlich das schlechte Netz. Dies und nicht die fehlenden Geräte seien der größte Hemmschuh für die Digitalisierung an den Schulen. Einen „leistungsstarken Computer mit Telefonfunktion“ haben inzwischen schon immer mehr Grundschulkinder und natürlich die meisten Schüler von der 5. Klasse aufwärts in ihrer Tasche: das Smartphone. Dieses ist für sie der wichtigste Zugang zum Internet. Damit erreichen sie ihre Freunde jederzeit und dadurch gelangen sie an Informationen. Nur suchen Jugendliche diese nicht gezielt, sondern bekommen sie über die sozialen Netzwerke zugeschickt.
Ein Problem dabei sind die vielen Fake News. Und hier sieht Lange eine wichtige Aufgabe der Schulen bei der Digitalisierung, nämlich durch Vermittlung von Allgemeinbildung das Erkennen von politischen und gesellschaftlichen Fakes zu ermöglichen. Eine Hilfe dabei ist die Internetseite www.mimikama.at, deren Ziel es ist, regelmäßig Fake News aufzudecken.

 

Ein weiteres Problem sind die personalisierten Suchergebnisse zum Beispiel bei Google. Dadurch bleiben die Nutzer in ihrer eigenen filter bubble und drehen sich irgendwann nur noch um sich selbst. Hier hat Schule die Aufgabe, über anonyme Suchmaschinen wie zum Beispiel startpage zu informieren und den Blick der Jugendlichen zu weiten.

Weitere Themen, die Matthias Lange ansprach, waren die Messenger-Dienste, wo Jugendliche oft allzu freizügig mit ihren Daten und ihrer Privatsphäre umgehen, sowie der Wert dieser Daten, die für die Dienstanbieter die neue Währung im 21. Jahrhundert sind.

Im Anschluss an den unterhaltsamen und sehr informativen Vortrag fand eine angeregte Diskussion statt, die vom Schulleiter der Maria-Ward-Schulen Christian Hörtrich und der Schulrätin Barbara Keppeler moderiert wurde.

 


Einkehrtage der 6. Klassen im Pfarrheim Wittislingen

Kurz vor Beginn der Adventszeit gab es für jede unserer 6. Klassen einen Einkehrtag mit dem Ziel, die Klassengemeinschaft zu stärken und dabei auch an Workshops teilzunehmen, die gleichzeitig auf die Adventszeit einstimmten.

Im Workshop „Sternstunden“ wurde jeweils in Kleingruppen Rückschau gehalten auf die schönen Momente, auf gemeinsame Erlebnisse als Klasse, auf die kleinen und so wichtigen Sternstunden im Schulalltag. Auf den Plakaten standen natürlich Highlights wie z.B. der Aufenthalt im Schullandheim, oder der Schulfasching, aber auch bewegte Pause, Klassenleiterstunden, miteinander teilen, zuhören, helfen, Klassengruppe u.a.

Im Workshop „Engel“ lernten wir unterschiedliche Engel kennen: den Engel der Freude, den Engel des Friedens, den Engel der Hoffnung … und im Gespräch fielen uns noch mehr Engel ein. Vor allem zum Schutzengel wusste doch jede und jeder etwas aus dem eigenen Leben zu berichten. Im zweiten Teil des Worshops suchten wir dann für die Klassengemeinschaft Möglichkeiten und Wege, wie wir denn im Schulalltag ganz konkret füreinander zum Engel werden können. Da bietet jeder Schultag uns viele Chancen, ohne dass wir etwas ganz Besonderes tun müssen.

 

Im Worshkop „Meditation“ konnten wir so richtig runterfahren und runterkommen aus dem Alltag – durch Stilleübungen und Körperübungen konnten wir vieles um uns herum vergessen und ganz bei uns selbst sein.

Nach der Pause durften wir Engel-Teelichthalter bemalen. Zum gemeinsamen Rückblick trafen wir uns alle gemeinsam im Meditationsraum, um unsren Dank für den Tag und unsre Bitten für die Klassengemeinschaft auszusprechen.

Sr. M. Hedwig

 


 

 

Gemeinschaftstage der 5. Klassen im Kloster Maria Medingen

Anfang Oktober waren die 5. Klassen zusammen mit der jeweiligen Klassenleitung und der Co-Klassenleitung einen Tag im Kloster Maria Medingen, um sich besser kennenzulernen. In Maria Medingen angekommen, standen in der Turnhalle erst einmal unterschiedliche Spiele auf dem Programm. Dabei hatten wir nicht nur Spaß, sondern mussten auch unsere Teamfähigkeit testen, im Schweigen und in unterschiedlich ausgelosten Gruppen Aufgaben erfüllen, aufmerksam aufeinander hören, geschickt sein und gut aufeinander schauen. So richtigen toben war natürlich auch dabei!

An der Klosterpforte kamen wir ohne Probleme vorbei, wurden herzlich begrüßt und hatten nun Gelegenheit, ein Kloster von Innen zu sehen. Schon die langen, hohen Gänge und die Kirche beeindruckten uns. Im Refektor dem Speisesaal der Schwestern, durften wir unsre Fragen stellen. In der Gruft war es nicht gruselig, sondern eher der Moment, um daran zu denken, dass auch einige von uns schon liebe und wichtige Menschen verloren haben. Im riesengroßen Obstgarten gab es sogar noch für jede und jeden einen Apfel frisch gepflückt und richtig lecker! Nach der Pause durften wir dann kreativ sein und Puzzleteile bekleben und bemalen. Dabei gab es gute Gespräche, war gegenseitige Hilfe angesagt und letztendlich wurde jedes Puzzleteil einmalig und schön – so wie jede und jeder von uns in der Klassengemeinschaft einmalig und wertvoll ist.

Sr. M. Hedwig

 

 


 

60. Vorlesewettberwerb des Deutschen Buchhandels 2018/2019

Und die Gewinnerin ist: Sena Özkanli

Auch im 60. Jahr war alles wie immer und doch für alle diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder neu. Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen haben ihre Lieblingsbücher hervorgeholt, fleißig geübt und sich gegenseitig um die Wette vorgelesen.

Wer hatte die klarste Stimme, bei wem saßen die Betonungen am besten, wem hörte man am liebsten zu?

Alles wichtige Faktoren zur Qualifizierung für die Regionalentscheide, der nächsten Stufe bei der Teilnahme am 60. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels. Und gewonnen hat Sena Özkanli aus der 6b, die durch ihre Lesetechnik und Interpretation alle Jury-Mitglieder überzeugte.

Herzlichen Glückwunsch

Claudia Werner

 

 

 

 

 

Wir gratulieren unserer Schülerin Nur Arayan zum Sieg bei der Club-Europameisterschaft im Taekwondo.

 

 

 


 

Zum Tod von Noah Klieger

Am 13. Dezember starb der Auschwitz-Überlebende Noah Klieger im Alter von 92 Jahren in Tel Aviv. In den Jahren 2015 und 2016 konnten Schüler der Maria-Ward-Schulen den bis zuletzt aktiven Sportjournalisten, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, vom Holocaust zu sprechen, erleben, ihm zuhören und ihm Fragen stellen.

Die Vorstellung, dass er in ihrem Alter – also mit ca. 16 Jahren – im Januar 1943 nach Auschwitz kam, bewegte sie sehr. Beim Transport im offenen Viehwaggon bei -25° Celsius mit 150 anderen Personen bat ein  Mitfahrender die Anwesenden, das Kaddisch-Gebet für seinen Vater zu sprechen. Auf die Frage, wo dieser gestorben sei, antwortete er, sie würden alle auf dem Toten sitzen. Er selbst überlebte nur durch Wunder. Das erste, von dem er erzählte, war, dass ein SS-Mann ihn vom Lastwagen stieß, der zu den Gaskammern fuhr. Noch weitere Male konnte Noah Klieger sich retten, zum Beispiel weil er Josef Mengele erweichen konnte, der ihn schon aussortiert hatte, oder weil er sich als Boxer für Schaukämpfe im Lager meldete und ein anderer, echter Boxer ihn unterstützte. So konnte er sich mit den zusätzlichen Mahlzeiten weitere sechs Monate durchkämpfen.

 

Auch die Todesmärsche nach Mittelbau-Dora und Ravensbrück überlebte er, wo er 1945 von der  Roten Armee befreit wurde. Zwei Jahre später organisierte er die Überfahrt von Auschwitz-Überlebenden nach Israel an Bord des Schiffes Exodus. Er war ein überzeugter Zionist.

Mit Noah Klieger ist nun einer der letzten Auschwitz-Überlebenden gestorben. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten und verneigen uns vor seiner beeindruckenden Persönlichkeit. Unser Mitgefühl ist bei seiner Familie.

 


 

 

 

Theater

Ein großer Erfolg war die Premiere des selbstgeschriebenen Stücks „Complicated“ der Theatergruppe der Maria-Ward-Realschule.

Ein Jahr lang tüftelten die Schülerinnen an dem halbstündigen Stück, welches besonders das Thema „Mobbing“ aufgreift. Den Schauspielerinnen war es wichtig, in diesem Jugenddrama Themen unterzubringen, mit welchen sich Jugendliche identifizieren können.

Die Aufführung fand bei den Zuschauern großen Anklang und die Arbeit der Theater-AG wurde mit einem großen Applaus belohnt. Auch Schülerinnen und Schüler der Maria-Ward-Realschule hatten die Möglichkeit sich von der schauspielerischen Leistung der Mädchen zu überzeugen.

 

Auf diesem Foto zu sehen: Aninut Chankong 10c, Heva Hamed 8b, Katerina Machliani 9b
Foto: Corinna Nan

 


Projekt – gesunde Pause

In einer Projektwoche, die vom 22.10.2018 bis 26.10.2018 stattfand, beschäftigte sich die Klasse 6c mit den Grundlagen einer gesunden Ernährung. Die Schülerinnen stellten sich die Frage, was zu einer besseren Gesundheit und Konzentration im Schulalltag beitragen kann. Ihr Wissen wendeten sie dann bei einem Kochabend an, zu dem Eltern und Freunde zum Probieren eingeladen waren. Dieses Projekt wird nachhaltig weitergeführt, indem die Klasse 6c Snacks im Rahmen eines gesundes Pausenverkaufs anbietet.

 

Corinna Nan

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Berlinfahrt 10c

Auch dieses Jahr wieder fuhren die Zehntklässlerinnen nach Berlin. Die Vorfreude war groß und die Erwartungen hoch. Nach zehn bis 11 Stunden Fahrt, mit einem Stopp im deutsch-deutschen Museum in Mödlareuth, kamen wir schließlich in unserem Hotel an.

Die nächsten Tage erwarteten uns viele verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise eine Stadtrundfahrt, die Führung durch die Berliner Unterwelten, den Graffitiworkshop, die Besichtigung der Gedenkstätte Hohenschönhausen, der Besuch im Bundestag mit Plenarsitzung und natürlich am letzten Tag ein Abstecher in Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett.

Das Highlight für die Meisten war wohl die Art Tour mit Workshop im Anschluss.

Es kamen bei jedem erstaunliche Motive heraus, aber das ist wahrscheinlich klar bei einer Kunstklasse „mit ein paar BWRlern“ ;).

Die Woche verging sehr schnell und auf der Rückfahrt wurden alle, im Gegensatz zur Hinfahrt, wieder wach. Dennoch waren wir erschöpft und froh nach Hause zu kommen.

Letzten Endes war es eine wunderschöne Abschlussfahrt, die wir alle nicht so schnell vergessen werden.

 

Von Anninut Chankong 10c

 

 


Zeitzeugenvortrag

 

Jens Hase

 

1970 geboren im thüringischen Eisenach
1976 Besuch der polytechnischen Oberschule Eisenach
1985 Ausbildung zum Transport- und Lagerfacharbeiter im Automobilwerk Eisenach
1989 Flucht über die Prager Botschaft
am 1.10.1989 Eintreffen in der Bundesrepublik
Arbeiter in der Wanzl Metallwarenfabrik GmbH
2002 Ausbildung zum Informations- und Telekommunikationssystemelektroniker
2006 Weiterbildungen
Seit 2009 Dozent und Ausbilder im Berufsbildungszentrum Augsburg GmbH (vorwiegend Jugendarbeit)

Quelle: https://www.zeitzeugenbuero.de/index.php?id=detail&tx_zrwzeitzeugen_zeitzeugen%5Buid%5D=297&tx_zrwzeitzeugen_zeitzeugen%5Bcontroller%5D=Zeitzeugen

 

 

So knapp kann das bisherige Leben von Jens Hase zusammengefasst werden. Wenn er selbst von seinen Erinnerungen an die Zeit zwischen 1970 und 1989 erzählt, sind zwei Schulstunden viel zu kurz. Inzwischen ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass Jens Hase den Neuntklässlern der Maria-Ward-Realschule seine Eindrücke aus seiner Jugend in der DDR und seine Flucht über die Prager Botschaft schildert. Trotz drückender Hitze und beginnender Ferienstimmung saßen am 26. Juli 2018 die Schülerinnen 90 Minuten ruhig und hörten gebannt zu. Das Zischen beim Öffnen einer Wasserflasche wirkte da schon störend, denn schließlich ging es auch um die Schulzeit, die in der DDR so ganz anders verlief als bei uns heutzutage. Die Begrüßung der Lehrkräfte oder das Melden waren zum Beispiel sehr streng geregelt. Sympathien weckte auch, dass Jens Hase als typischer Jugendlicher gegen die Erwachsenen rebellierte. Er ließ sich die Haare lang wachsen und trug bunte Kleidung. Nur war ein solches Verhalten wesentlich folgenreicher als bei uns heute, das wurde allen Zuhörern bewusst. Sehr spannend ist auch die Geschichte seiner Flucht über die Prager Botschaft im Herbst 1989. Auf die Frage einer Schülerin, ob sich denn die ganzen Strapazen überhaupt gelohnt hätten, da doch wenige Wochen später die Mauer fiel, hatte Hase schon gewartet. Er antwortete mit einer Einschätzung des damaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher. Die Flüchtlinge der Prager Botschaft, die dann mit dem Zug durch die DDR in den Westen ausreisen durften, hätten durch ihr Handeln den Fall der Mauer vorangetrieben und ermöglicht.

Wir danken Jens Hase dafür, dass er sich jedes Jahr die Zeit nimmt, an die Maria-Ward-Realschule zu kommen.

Fachschaft Geschichte