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Zum Tod von Noah Klieger

Am 13. Dezember starb der Auschwitz-Überlebende Noah Klieger im Alter von 92 Jahren in Tel Aviv. In den Jahren 2015 und 2016 konnten Schüler der Maria-Ward-Schulen den bis zuletzt aktiven Sportjournalisten, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, vom Holocaust zu sprechen, erleben, ihm zuhören und ihm Fragen stellen.

Die Vorstellung, dass er in ihrem Alter – also mit ca. 16 Jahren – im Januar 1943 nach Auschwitz kam, bewegte sie sehr. Beim Transport im offenen Viehwaggon bei -25° Celsius mit 150 anderen Personen bat ein  Mitfahrender die Anwesenden, das Kaddisch-Gebet für seinen Vater zu sprechen. Auf die Frage, wo dieser gestorben sei, antwortete er, sie würden alle auf dem Toten sitzen. Er selbst überlebte nur durch Wunder.

Das erste, von dem er erzählte, war, dass ein SS-Mann ihn vom Lastwagen stieß, der zu den Gaskammern fuhr. Noch weitere Male konnte Noah Klieger sich retten, zum Beispiel weil er Josef Mengele erweichen konnte, der ihn schon aussortiert hatte, oder weil er sich als Boxer für Schaukämpfe im Lager meldete und ein anderer, echter Boxer ihn unterstützte. So konnte er sich mit den zusätzlichen Mahlzeiten weitere sechs Monate durchkämpfen. Auch die Todesmärsche nach Mittelbau-Dora und Ravensbrück überlebte er, wo er 1945 von der Roten Armee befreit wurde.

Zwei Jahre später organisierte er die Überfahrt von Auschwitz-Überlebenden nach Israel an Bord des Schiffes Exodus. Er war ein überzeugter Zionist.

Mit Noah Klieger ist nun einer der letzten Auschwitz-Überlebenden gestorben. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten und verneigen uns vor seiner beeindruckenden Persönlichkeit. Unser Mitgefühl ist bei seiner Familie.

 

 

 

Theater

Ein großer Erfolg war die Premiere des selbstgeschriebenen Stücks „Complicated“ der Theatergruppe der Maria-Ward-Realschule.

Ein Jahr lang tüftelten die Schülerinnen an dem halbstündigen Stück, welches besonders das Thema „Mobbing“ aufgreift. Den Schauspielerinnen war es wichtig, in diesem Jugenddrama Themen unterzubringen, mit welchen sich Jugendliche identifizieren können.

Die Aufführung fand bei den Zuschauern großen Anklang und die Arbeit der Theater-AG wurde mit einem großen Applaus belohnt. Auch Schülerinnen und Schüler der Maria-Ward-Realschule hatten die Möglichkeit sich von der schauspielerischen Leistung der Mädchen zu überzeugen.

 

Auf diesem Foto zu sehen: Aninut Chankong 10c, Heva Hamed 8b, Katerina Machliani 9b
Foto: Corinna Nan

 


Projekt – gesunde Pause

In einer Projektwoche, die vom 22.10.2018 bis 26.10.2018 stattfand, beschäftigte sich die Klasse 6c mit den Grundlagen einer gesunden Ernährung. Die Schülerinnen stellten sich die Frage, was zu einer besseren Gesundheit und Konzentration im Schulalltag beitragen kann. Ihr Wissen wendeten sie dann bei einem Kochabend an, zu dem Eltern und Freunde zum Probieren eingeladen waren. Dieses Projekt wird nachhaltig weitergeführt, indem die Klasse 6c Snacks im Rahmen eines gesundes Pausenverkaufs anbietet.

 

Corinna Nan

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Berlinfahrt 10c

Auch dieses Jahr wieder fuhren die Zehntklässlerinnen nach Berlin. Die Vorfreude war groß und die Erwartungen hoch. Nach zehn bis 11 Stunden Fahrt, mit einem Stopp im deutsch-deutschen Museum in Mödlareuth, kamen wir schließlich in unserem Hotel an.

Die nächsten Tage erwarteten uns viele verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise eine Stadtrundfahrt, die Führung durch die Berliner Unterwelten, den Graffitiworkshop, die Besichtigung der Gedenkstätte Hohenschönhausen, der Besuch im Bundestag mit Plenarsitzung und natürlich am letzten Tag ein Abstecher in Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett.

Das Highlight für die Meisten war wohl die Art Tour mit Workshop im Anschluss.

Es kamen bei jedem erstaunliche Motive heraus, aber das ist wahrscheinlich klar bei einer Kunstklasse „mit ein paar BWRlern“ ;).

Die Woche verging sehr schnell und auf der Rückfahrt wurden alle, im Gegensatz zur Hinfahrt, wieder wach. Dennoch waren wir erschöpft und froh nach Hause zu kommen.

Letzten Endes war es eine wunderschöne Abschlussfahrt, die wir alle nicht so schnell vergessen werden.

 

Von Anninut Chankong 10c

 

 

 


Urkunde für Maria-Ward-Realschule Günzburg

 

Der Bayerische Stenografenverband führt in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium jährlich das Bayerische Schülerleistungsschreiben durch. Am diesjährigen Wettbewerb nahmen rund 35 000 Schüler(innen) teil. Die Maria-Ward-Realschule Günzburg wurde in diesen Tagen für die erfolgreiche Teilnahme mit dem 2. Platz in der Kategorie
„Autorenkorrektur 2“ mit einer Urkunde und einem Geschenk ausgezeichnet. Die Aufgabe bestand darin, einen Text in zehn Minuten zu ändern und mit verschiedenen Formatierungen nach Vorlage zu bearbeiten.

 

 

Stellvertretend nahmen die Schülerinnen (von links) Aysenur Emir, Hanna Dittrich und Lea Geißler (9. Klassen) die Urkunde entgegen.

Zum Erfolg gratuliert Lehrerin Rita Ganser (links).

 


Zeitzeugenvortrag

 

Jens Hase

 

1970 geboren im thüringischen Eisenach
1976 Besuch der polytechnischen Oberschule Eisenach
1985 Ausbildung zum Transport- und Lagerfacharbeiter im Automobilwerk Eisenach
1989 Flucht über die Prager Botschaft
am 1.10.1989 Eintreffen in der Bundesrepublik
Arbeiter in der Wanzl Metallwarenfabrik GmbH
2002 Ausbildung zum Informations- und Telekommunikationssystemelektroniker
2006 Weiterbildungen
Seit 2009 Dozent und Ausbilder im Berufsbildungszentrum Augsburg GmbH (vorwiegend Jugendarbeit)

Quelle: https://www.zeitzeugenbuero.de/index.php?id=detail&tx_zrwzeitzeugen_zeitzeugen%5Buid%5D=297&tx_zrwzeitzeugen_zeitzeugen%5Bcontroller%5D=Zeitzeugen

 

 

So knapp kann das bisherige Leben von Jens Hase zusammengefasst werden. Wenn er selbst von seinen Erinnerungen an die Zeit zwischen 1970 und 1989 erzählt, sind zwei Schulstunden viel zu kurz. Inzwischen ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass Jens Hase den Neuntklässlern der Maria-Ward-Realschule seine Eindrücke aus seiner Jugend in der DDR und seine Flucht über die Prager Botschaft schildert. Trotz drückender Hitze und beginnender Ferienstimmung saßen am 26. Juli 2018 die Schülerinnen 90 Minuten ruhig und hörten gebannt zu. Das Zischen beim Öffnen einer Wasserflasche wirkte da schon störend, denn schließlich ging es auch um die Schulzeit, die in der DDR so ganz anders verlief als bei uns heutzutage. Die Begrüßung der Lehrkräfte oder das Melden waren zum Beispiel sehr streng geregelt. Sympathien weckte auch, dass Jens Hase als typischer Jugendlicher gegen die Erwachsenen rebellierte. Er ließ sich die Haare lang wachsen und trug bunte Kleidung. Nur war ein solches Verhalten wesentlich folgenreicher als bei uns heute, das wurde allen Zuhörern bewusst. Sehr spannend ist auch die Geschichte seiner Flucht über die Prager Botschaft im Herbst 1989. Auf die Frage einer Schülerin, ob sich denn die ganzen Strapazen überhaupt gelohnt hätten, da doch wenige Wochen später die Mauer fiel, hatte Hase schon gewartet. Er antwortete mit einer Einschätzung des damaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher. Die Flüchtlinge der Prager Botschaft, die dann mit dem Zug durch die DDR in den Westen ausreisen durften, hätten durch ihr Handeln den Fall der Mauer vorangetrieben und ermöglicht.

Wir danken Jens Hase dafür, dass er sich jedes Jahr die Zeit nimmt, an die Maria-Ward-Realschule zu kommen.

Fachschaft Geschichte